Verkehrsversuch Ranzel – Anpassungen im laufenden Versuch mehrheitlich beschlossen
Der gemeinsame Antrag der Fraktionen von SPD, WIN, Bündnis 90/Die Grünen und FDP zur Weiterentwicklung des Verkehrsversuchs in Ranzel wurde im Rat der Stadt Niederkassel mehrheitlich beschlossen und bildet die Grundlage für gezielte Anpassungen im laufenden Verkehrsversuch. Ziel sei es, den Verkehrsversuch so auszugestalten, dass er den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger sowie den Anforderungen an eine funktionierende Verkehrsführung bestmöglich gerecht wird. Zudem sollen die Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner sowie die örtlichen Gewerbetreibenden reduziert werden.
Im Folgenden erläutern die beteiligten Fraktionen ihre jeweiligen Beweggründe und Schwerpunkte zu dem gemeinsam beschlossenen Antrag.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Aziz Cöcelli erklärt:
„Mit der angepassten Fortführung des Verkehrsversuches sind wir nun auf einem guten Weg, um zu einer gesamtverträglichen Lösung zu kommen – für Anwohner, Schüler, Betriebe und die allgemeine Verkehrssituation im Norden unserer Stadt. Dabei berücksichtigen wir weiterhin die gutachterlichen Rahmenbedingungen und bleiben auch künftig im engen Austausch mit unseren Bürgerinnen und Bürgern.“
Ralf Spickenbaum als Co-Fraktionsvorsitzender der WIN hierzu:
„Wir freuen uns über den gefundenen Kompromiss, der sowohl dem Stadtteil als auch den Gewerbetreibenden zugutekommt. Für uns war früh klar, dass die Verkehrsführung im Bereich Markusstraße, Berliner Straße und Porzer Straße weiterentwickelt werden muss. Die zweite Testphase bietet nun die Chance zu prüfen, ob die neuen Maßnahmen sowohl die Sicherheit – insbesondere rund um die Drei‑Linden‑Schule – als auch die Erreichbarkeit tatsächlich verbessern. Die WIN‑Fraktion steht für Lösungen, die Sicherheit, Alltagstauglichkeit und wirtschaftliche Vernunft verbinden.“
Ralf Droske, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN, betont:
„Für uns war klar: Die versuchsweise angeordnete Verkehrsführung um das Dreieck Wahner Str., Berliner Str. und Porzer Str. kann so nicht bleiben, sie hat zu mehr Verkehrsgefahren geführt als die ursprüngliche Führung. Uns ist aber wichtig, dass der Verkehrsversuch mit den nun beschlossenen Änderungen fortgesetzt und weiterhin auch im Umfeld der Grundschule kritisch beobachtet und ausgewertet wird, um nach der insgesamt sechsmonatigen Versuchsphase eine für alle akzeptable Verkehrsführung zu finden.“
Anette Wickel, Fraktionsvorsitzende der FDP, bekräftigt:
„Es war wichtig, den bereits seit langer Zeit geplanten Verkehrsversuch an die aktuellen Erkenntnisse und Gegebenheiten anzupassen. Nicht jede gut gemeinte Maßnahme führt in der Praxis automatisch zum gewünschten Ergebnis. Umso wichtiger ist es, Konzepte regelmäßig zu überprüfen und dort nachzusteuern, wo Handlungsbedarf besteht. Die FDP-Fraktion steht daher ausdrücklich hinter dem gemeinsamen Antrag und der Entscheidung des Rates. Ziel ist es, den Verkehrsversuch so auszugestalten, dass er den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürgern, sowie den Anforderungen an ein funktionierende Verkehrsführung bestmöglich gemacht wird.“
Trotz unterschiedlicher politischer Schwerpunkte ist es den vier Fraktionen im Niederkasseler Stadtrat gelungen, eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten, die verschiedene Interessen berücksichtigt und einen konstruktiven Weg für die weitere Entwicklung aufzeigt. Mit dem gemeinsamen Antrag unterstreichen sie, dass sachorientierte Zusammenarbeit über Fraktionsgrenzen hinweg möglich ist, wenn das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt steht.
gez.
Aziz Cöcelli (SPD) Andreas Hopp (WIN) Ralf Droske (GRÜNE) Anette Wickel (FDP)
Pressemitteilung Verkehrsversuch Ranzel 4 Fraktionen als PDF