Demo gegen Putins Krieg

 

Foto: Hans-Werner Klinkhammels

Rund 400 Menschen haben in Niederkassel ihre Solidarität mit der Ukraine gezeigt und gegen Putins Krieg demonstriert. Bürgermeister Stephan Vehreschild sagte: „Wir rufen Putin auf, den Menschen in der Ukraine den Frieden zurückzugeben.“

 

 

 

Die im Rat von Niederkassel vertretenen Fraktionen und ihre Parteien haben gemeinsam mit Bürgermeister Stephan Vehreschild und den Kirchengemeinden zu einer Solidaritätskundgebung für die Ukraine aufgerufen. Knapp 400 Menschen sind der Einladung gefolgt, sich auf dem Rathausplatz zu versammeln und für den Frieden zu demonstrieren. „Ich hätte nie gedacht, dass sich so viele Menschen auf den Weg machen würden“, sagte ein Teilnehmer, der mit einer kleinen blau-gelben Papierfahne in der Hand seine Sympathie für die Menschen in der Ukraine zum Ausdruck brachte.

„Wir wollen Solidarität zeigen“, erklärte Rebekka Klingshirn aus Heidelberg, die gemeinsam mit der Schwester Anna Maria Köhler aus Tübingen nach Niederkassel gekommen war, um mit ihren Eltern Karneval zu feiern. Der fällt diesmal wegen der Pandemie und Putins Krieg aus. „So haben wir wenigstens Sinnvolles tun können“, sagt Klingshirn.

Pfadfinder, Karnevalisten, Kolpingfamilien, junge und alte Menschen – alle waren dem Aufruf gefolgt. Bürgermeister Stephan Vehreschild sagte: „Wir in Niederkassel sind entsetzt über die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine. Mit nichts ist dieser Überfall zu rechtfertigen. Wir setzen hier ein Zeichen, wohl wissend nur ein kleines Zeichen, um den Kriegstreibern in Moskau zu zeigen, dass wir keinen Krieg akzeptieren und tolerieren. Wir rufen Putin auf, den Menschen in der Ukraine den Frieden zurückzugeben.“

Während die Kirchenglocken im gesamten Stadtgebiet läuteten, sprachen der evangelische Pfarrer Christoph Eidmann, der katholische Pfarrer Thomas Schäfer und der islamische Geistliche Bilal Basal Gebete für den Frieden. „Unterschiedliche Religionen und Glaubensvorstellungen dürfen niemals ein Hindernis sein, gemeinsam gegen den Krieg zu beten“, sagte Bilal Basal.

Der Gänsehautmoment kam zum Schluss: Eine junge Ukrainerin sang, begleitet von einem Posaunisten, unter Tränen und mit erhobener Landesfahne die Nationalhymne ihres Heimatlandes.

Foto: GRÜNE

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