Stellungsname zur Rheinbrücke

Ortsverband Niederkassel Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Dorothee Dohms (V.i.S.d.P.)
Am Schildchen 28 53859 Niederkassel
Tel.: 02208/7751100
e.mail: dorothea.dohms@gmx.de
e.mail: ortsverband@grueneniederkassel.de

 

Presseerklärung

 

Der Niederkasseler Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nimmt Stellung zu den Überlegungen zu einer neuen Rheinbrücke und einer Ausweitung der chemischen Industrie auf dem Evonik-Gelände

 

Der Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Niederkassel hat in seiner letzten Sitzung erneut über das Thema einer neuen Autobahnquerspange (A553) zwischen der A59 und der A555 beraten und dazu auch Vertreter der vernetzten Niederkasseler und Kölner Bürgerinitiativen eingeladen, die sich gegen die Brücke und für eine umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur einsetzen.

Die Niederkasseler GRÜNEN bekräftigen ihren bereits 2016 gefassten Beschluss gegen den Bau einer neuen Rheinquerung zwischen Niederkassel und der linksrheinischen Seite. Anstatt den klimaschädlichen motorisierten Individualverkehr zu fördern und mit einer neuen Rheinquerung und Verbindung von zwei Autobahnen noch mehr Autoverkehr in die ohnehin bereits hoch belastete Region zu ziehen, sollten die Mittel in die Förderung und den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs investiert werden. Nur so kann der unaufhaltsame Klimawandel gebremst werden. Die Bundes- und Landesregierungen sollten ihre Verkehrsplanungen an einer zukunftsweisenden Mobilität orientieren sowie Lösungen für nachhaltige Konzepte mit attraktiven öffentlichen und umweltschonenden Verkehrsmitteln bieten.

Die Region ist aber ja nicht nur durch die Emissionen des Autoverkehrs belastet, sondern auch umringt von großen chemischen Industriebetrieben. Daher haben die Niederkasseler GRÜNEN auch zu der angekündigten Ausweitung der chemischen Industrie auf dem Evonik-Gelände durch die PCC GmbH beraten und folgenden Beschluss gefasst:
Wir unterstützen den Industriestandort der Evonik in Niederkassel-Lülsdorf als wichtigen zu erhaltenden Wirtschaftsstandort. Der Erhalt und die weitere Entwicklung des Industriestandorts müssen sich aber an den Bedürfnissen der stark gewachsenen Wohnbevölkerung und den gestiegenen Anforderungen an Umwelt- und Klimaschutz orientieren. Daher wird eine Reaktivierung der industriellen Nutzung nur befürwortet, wenn diese zu keiner zusätzlichen Umweltbelastung und keiner erhöhten Gefahr der Niederkasseler Bevölkerung führt. Die Errichtung von chemischen Produktionsanlagen auf Flächen, die bislang nicht industriell genutzt wurden, wird abgelehnt.

Erschreckend! Videosimulation der geplanten Rheinspange553 (Nordtrasse)

Video wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Langeler Partner-Bürgerinitiative.

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.

Verwandte Artikel