Bürgerinitiative PCC

Bürgerinitiative gegen Ethylenoxid traf sich zum Informationsaustausch mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Sie sind sich einig: Wir wollen Bürger und Natur vor einer Störfallanlage im dicht besiedelten Lülsdorf schützen!

 

Die Firma PCC SE plant in Lülsdorf auf dem Gelände der Evonik eine Anlage zur Produktion und weitere fünf Anlagen zur Weiterverarbeitung von Ethylenoxid. EO ist ein hochexplosives, giftiges und krebserregendes Gas. Auf einer Informationsveranstaltung der PCC und in zahlreichen Artikeln in der örtlichen Presse wurde informiert und heftig diskutiert. Sehr schnell gründeten die besorgten Niederkasseler*innen auch die Bürgerinitiative gegen Ethylenoxid, einen Verein und wurden Mitglied im BBU (Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz). Aktuelles Beispiel für die Gefahr war die Explosion einer EO-Anlage im Januar 2020 in Spanien mit 3 Todesopfern. Ein Anwohner wurde in seiner 2,5 km entfernten Wohnung von einer 800 kg schweren Metallplatte erschlagen.

 

Die BI wünscht sich eindeutige Stellungnahmen der Niederkasseler Politiker*innen

Eins der Anliegen der BI ist, die Niederkasseler Politiker*innen zu eindeutigen Stellungnahmen aufzufordern und bei der Kommunalwahl am 13.9. die Wahlentscheidung von der Positionierung zu Ethylenoxid abhängig zu machen. Die Niederkasseler GRÜNEN suchen den Kontakt zu Bürger*innen und Initiativen, die sich für eine klima- und umweltfreundliche Stadtentwicklung einsetzen. So fand am 10.7. ein Treffen statt. Die Vertreter*innen der GRÜNEN (Tanja Schulten, Sascha Essig, Ralf Droske und Ulrich Buchholz) waren beeindruckt von der Kompetenz und den Materialien der BI Vertreter*innen (Beate Causemann, Eleni Willems, Paul Westfeld und Oliver Wegner). Diese hatten Gefahrenpotenzial, Unfälle, Emissionswerte, Umweltbelastungen recherchiert und aufbereitet. „Die Schaffung von 120 Arbeitsplätzen rechtfertigt nicht, das Wohl von 40.000 Bürgerinnen und Bürger zu gefährden“ lautet ihr Argument zur Arbeitsplatzdiskussion. Die BI weist auch darauf hin, dass die Arbeitslosenquote in Niederkassel trotz Rückgang der Beschäftigten der Evonik in Lülsdorf gesunken ist. Für die GRÜNEN Niederkassel ist klar: JA zur Ansiedlung von nachhaltigen Unternehmen, Läden, Gewerbe und Start-Ups. NEIN zu Vorhaben, die zusätzliche Gefahren für die Niederkasseler Bevölkerung bedeuten. Darum auch NEIN zur EO-Anlage in Niederkassel.

 

Gegenseitige Unterstützung verabredet

Verabredet wurde der gegenseitige Informations- und Wissensaustausch, gegenseitige Unterstützung bei der Aufklärung der Öffentlichkeit, Impulse im Rahmen der grünen Ausschuss- und Ratsarbeit, Motivation für Einsprüche im Rahmen des Genehmigungsverfahrens und Suche nach guten Ideen für die alternative Standort- und Stadtentwicklung, insbesondere auch zu ungefährlichen Ersatzprodukten. Die Niederkasseler GRÜNEN hoffen dabei auf Unterstützung durch Landes-, Bundes- und Europagrüne.

Ein Wiedersehen einiger Teilnehmer*innen des Treffens gab es am 14.8. in Langel bei der erfolgreichen Demo gegen ein weiteres Großprojekt, die geplante Rheinspange 553, das ebenfalls von der BI gegen EO und den Niederkasseler GRÜNEN abgelehnt wird.

Mehr Infos und Kontakt: www.eo-nein-danke.de,   www.grueneniederkassel.de

 

Grafik: Wer ist betroffen (Radius 3km)

Quelle: www.eo-nein-danke.de

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