zum inhalt



Filmabend von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN in Niederkassel war ein voller Erfolg

Der Ortsverband BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Niederkassel hatte am
1. April zum Filmabend eingeladen. "Weniger ist mehr. Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben." Der wunderbare Vorführraum im „Bootshaus“ zu Rheidt war mit 40 interessierten Zuschauerinnen und Zuschauern aus Niederkassel, Köln und Troisdorf prall gefüllt.
Kann es sein, dass unsere Konsumgesellschaft das Versprechen vom Glück nicht hält? Was brauchen wir wirklich, um ein gutes Leben zu führen? Karin de Miguel Wessendorf, Filmemacherin aus Köln, begab sich auf eine Reise durch Europa. Sie besuchte Menschen, Initiativen und Unternehmen, die erkannt haben, dass Wirtschaftswachstum nicht das Maß aller Dinge sein kann. Und stellte dabei fest, dass die Suche nach einem nachhaltigen Lebensstil nicht unbedingt Verzicht bedeuten muss, in vielen Fällen ist es sogar ein Gewinn an Lebensqualität.
Der Film war spannend mit vielen Lebensbeispielen aus anderen Ländern. So gibt es in Frankreich eine Gruppe der „Lichtausschalter“, die allnächtlich in den Fußgängerzonen das Licht der großen Leuchtreklamen ausschaltet. Lichtsmog stört die Nacht und verschwendet Energie. Und siehe da, der Erfolg blieb nicht aus: Inzwischen ist gesetzlich geregelt, dass in Frankreich nachts die Leuchtreklame aus sein muss.
Oder die gemütliche Kleinstadt Totnes in Südengland, die mittels einer lokalen Währung, dem Totnes-Pound, den Kauf regionaler Produkte fördert. Es gibt sogar eine Totnes-Pound-Bank für das Geld, so rege wird das neue Pfund genutzt. Die Förderung des lokalen Handels hilft dem Klima dank Verkürzung der Transportwege und schafft auch Arbeitsplätze in der Region. Um unabhängiger zu werden, werden alle möglichen freistehenden öffentlichen Plätze zu Kleingärten umgewandelt. Das Gärtnern fördert zudem die Gemeinschaft des Ortes. Von Totnes aus hat sich die „Transition-Town“ Bewegung zur Vorbereitung auf die Nach-Erdölzeit inzwischen weltweit verbreitet.

Sinnvolle lokale Initiativen, angefangen von Tauschringen über Repair- Cafés bis hin zu Projekten der Solidarischen Landwirtschaft wurden nach dem Film vorgestellt und machten Lust auf eigene Projekte.

Die Regisseurin Karin de Miguel Wessendorf war persönlich anwesend und war kompetente und faszinierende Gesprächspartnerin für die interessierten Zuschauerinnen. Sie berichtete über die Dreharbeiten und den langen Weg bis zur Umsetzung, vom erfolgreichen Versuch, ihre private CO2 Bilanz zu senken z.B. durch Radfahren oder den Anbau von eigenem Gemüse. Ein Schmunzeln der Erleichterung ging durch den Zuschauerraum, als ihre Antwort auf die Frage, wie sie den Plastikmüll vermeidet, war: „Ganz ehrlich, hier scheitere ich oft.“

Gespannt diskutierten die Zuschauer viele Ideen . Keiner verließ den Saal; so neugierig hatte der Film gemacht. Hier einige Vorschläge: 
Aufbau eines Repair-Cafés, um elektrische Geräte, Fahrräder, Möbel oder Kleidung zu reparieren sowie handwerkliches Geschick neu zu erlernen und zu vertiefen.
Eine bessere öffentliche Verkehrsanbindung, die die Grünen seit 1984 fordern, um den Niederkasseler Verkehrsinfarkt zu stoppen.

Aufbau von Kleingartengemeinschaften und gemeinschaftlichem Gärtnern, da die Grundstücke immer kleiner werden. 

Unterstützung von Landwirten, die Wert auf regionale und biologisch angebaute Produkte legen.

Natürlich kann nicht alles sofort umgesetzt werden – dafür sind viele engagierte Menschen nötig. Einige Zuschauer haben Ideen, zögern aber, diese umzusetzen, da sie „alleine ja eh nichts bewirken“ können. Diese Befürchtung haben viele. Aber kleine Projekte, die umsetzbar sind und einen konkreten Nutzen haben, können auch von Einzelnen angestoßen werden. Andere Gäste berichteten von eigenen Umsetzungen. Der Inhaber eines Schornsteinfegerunternehmens kaufte  statt eines neuen Firmenwagens mit Ökostrom betriebene E-Lastenfahrräder. Diese seien bei den Mitarbeitern erst auf Ablehnung gestoßen, aber inzwischen genießen sie die frische Luft, die besseren Parkmöglichkeiten und auch das Ansehen, das sie mit den Rädern erregen. Eine Apfelbaumbesitzerin verschenkt ihre Äpfel, da sie sie allein nicht essen kann.

All diese Ideen dienen nicht nur dem Klimaschutz, sondern fördern auch die Gemeinschaft. Dies berichtete begeistert die Begründerin des Troisdorfer Tauschrings, die auch Niederkasseler Bürgerinnen und Bürger einlädt, ihre Talente und Waren zum Tausch einzubringen.

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN startet nun eine Anti-Gen-Mais Initiative, indem viele Niederkasseler Mitglieder Bio-Mais in ihren Gärten anpflanzen. Dadurch erhält jeder Gärtner das Recht auf Einsichtnahme in den Anbau von Gen-Mais in der Region.

Des Weiteren wird BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN eine Liste aller bereits vorhandenen Initiativen auf seiner Internetseite zur Verfügung stellen.

Auf dem nächsten Treffen wird besprochen, welche Ideen und Projekte  in Niederkassel konkret umgesetzt werden sollen. Zu den Plänen gehört auch eine Wanderung entlang der Siegmündung, um Pflanzen und Tiere zu beobachten und mehr über ihre Lebensbedingungen zu erfahren. Lebhaftes Interesse an dieser Wanderung hatte auch Frau de Miguel. Ihr gefällt die Sieglandschaft sehr. 

Wer Interesse hat, sich an den Aktivitäten zu beteiligen und  Niederkassel zu einem „Grüneren Ort“ gestalten möchte, melde sich gerne bei:

Dorothea Dohms,
Sprecherin des Ortsverbands BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Niederkassel,
Tel.: 0 22 08 / 7 11 02
www.grueneniederkassel.de

 

Unser traditionelles Neujahrsessen

 im Dreieck zu Ranzel

 

 

09.02.2014

Kommunal- und Europa-Wahlkampf werfen ihre Schatten voraus

und wegen Vorbereitung und Kandidatenaufstellung und Wahl seiner Reserveliste konnte der Niederkasseler Ortsverband erst am 9.Februar das alljährlich stattfindende Neujahrsessen veranstalten.

35 Gäste folgten der Einladung ins Ranzeler „Dreieck“ und nutzten
das Treffen zu munterem informellem Austausch.

Doro Dohms als Ortsverbandssprecherin begrüßte die Anwesenden und freute sich über viele neue Interessierte.

„Euer Kommen gibt uns allen hoffentlich weiteren notwendigen Schwung für die Zusammenarbeit.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 

GRUENE.DE News

Der Länderrat in Berlin widmete sich den zukünftigen Schwerpunkten grüner Politik.

Seminar: Mitglieder einbinden und Spenden sammeln im Kreisverband.

Die grüne Fraktion im Europäischen Parlament ist osteuropäischer besetzt als zuvor und wird nun ihre Anforderungen an den neuen Kommissionspräsidenten formulieren.


 
                          Besucherzählerr       Besucherzaehler                                      by Norbert Lukas           letzte  Änderung  31.12.2018